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18.3 SM124 Bild vergrössern


SM 124 Bild vergrössern



Autor: Frank Ludwig



Endlich habe ich mir mal die Zeit genommen und meinen SM124 auf eine Bildschirmdiagonale
von 29cm gebracht. Ecken scharf und Kanten gerade. Folgende Punkte wurden notiert:

Bevor sich jemand ans Werk macht sollte er beachten, dass im Monitor HOCHSPANNUNG vorhanden ist.


Personen, die zum ersten Mal den Loetkolben benutzen, wird dringend davon abgeraten, den untenstehenden Eingriff in den Monitor selbst vorzunehmen! Ein Freund mit mehr Erfahrung wird sicher gerne helfen.

0. Abstract
1. Vertikale Translation des Bildes
2. Eckenkruemmung justieren
3. Eckenfokussierung
4. Ende
5. Anhang - Das Testbild (IMG, LZH gepackt und uuencodiert)


0. - Abstract

Die Vergroesserung des Bildschirmes des SM124 wurde wohl oft beschrieben.
Mit Hilfe von folgender Schaltung kann die vertikale Position des Bildes
verschoben und alle Ränder optimal genutzt werden.
Die dadurch oft auftretende Eckenunscharfe kann auch bei älteren Monitoren
verbessert werden. Hierzu ist im Anhang ein Testbild beigefuegt.

1. - Vertikale Translation des Bildes

Mit Schaltbild ist alles ganz einfach:
CHASSIS MT21- horizontal Breite : L 703 (sechskant Gewinde)- horizontal Anfang : VR701- vertikal Breite : VR601- vertikal Anfang : ?????

Nun der Vertikalanfangsposition wurde kein Poti spendiert :-(

Moechte man den vertikalen Bildbereich bis an die äusseren sichtbaren Rändern der Bildroehre ausdehnen, so kann es passieren, dass der obere oder untere Rand des Bildbereichs zuerst den äusseren Rand erreicht.

Das Bild liegt also vertikal nicht mittig.
Die Spule fuer die Vertikalablenkung V.DY muss also eine, ihrem Saegezahn ueberlagerte, Gleichspannung erhalten. In meinem Fall war am unteren Bildrand eine groessere schwarze Lücke. Es musste eine negative Spannung an die Spule:
- vertikal Anfang:
- Bild runter -> Negative Gleichspannung U_in einspeisen- Bild hoeher -> Positive Gleichspannung (U_in einspeisen

In beiden Fällen wird die Spannung +12V oder -12V ueber einen (bei mir2.2KOhm) Widerstand oder Poti (Vertikale Verstellung des Bildanfangs) an Pin 3 (beachte Fussnote ***) des V.DY Steckers eingespeist.
+12V sind schon auf der Platine im Monitor, aber die -12V muss man sich selbst erzeugen, wenn das Bild runterzuschieben ist. Die negative Spannung wird über eine Diode mit nachträglicher Glättung am Ausgang des Choppernetzteiles erzeugt. Man erhält für eine feste symmetrische Vertikalposition des Bildes folgende einfache Schaltung:

CHASSIS MT21: (Achtung es gibt zwei CHASSIS

 +12VChopper-Netzteil -12V 'Versorgung'

L932 ---
       |                    1N4448
       *------- 33 Ohm -------|<-----------------> -12V
       |      Widerstand     Diode   | -
D931 ---                            === 100 uF
                                     |  Kondensator
                                    ---
                                   Masse

Nun die vertikale feste Verstellung:

+12V oder -12V >---- 2.2KOhm ---> Pin 3 am V.DY Stecker
                  Je nach Lage    (beachte Fussnote ***)
                  des Bildes,
                  evtl. Poti +
                  Festwiderstand (>= 1KOhm!)


Fußnote:

Ich beziehe mich mit Pin 3 auf den Schaltplan des SM124, da auf dem Layout eine falsche Bezeichnung zu finden ist - Pin 3 ist der, an dem auch der Kondensator C610 hängt.

Nachdem die Schaltung sorgfältig unter die Platine gebaut worden ist:
Einschalten...
Und gucken, ob einem nicht der Tantal-Elko um die Ohrenfliegt ;-)). Eventuell den 2.2KOhm so abändern, dass das Bild exakt in derMitte liegt. Nun kann an der vertikal-Groesse das Bild bis an die Raenderverstellt werden.


2.- Eckenkrümmung justieren

An dem Röhrenhals befinden sich 4 Dauermagnete, die jeweils fuer eine Entzerrung in den entsprechenden Ecken verantwortlich sind. Ich gebe dringend den Tip, nur ein Magneten zur Zeit zu loesen. Nacheinander können dann alle Kanten in den Ecken begradigt werden. Evtl. helfen auch noch zusaetzliche Metall(Unterleg-)scheiben, die hinter die Magnete geklebt werden, oder weitere kleine Magnete, um zu einem perfekten Bild zu kommen.


3.- Eckenfokussierung

Nachdem man das Bild vergroessert hat koennen die Ecken unscharf sein. Abhilfe schafft eine Verringerung des Widerstandes R719 von 2.2MOhm auf1MOhm (Achtung Hochspannung!!!).
Nach dieser Verstellung kann es vorkommen, daß auf dem Bildschirm kleine Streifen schwach zu sehen sind. Das ist verstaendlich, denn FOCUS und die SUB.BRI (Grundhelligkeit) sind nichtvoneinander unabhaengig. Hier sollte bei guter Helligkeit das SUB.BRI Poti VR702 soweit runtergedreht werden, dass keine Streifen mehr zu erkennen sind. Anschliessend kann die Focussierung VR703 so eingestellt werden, daß Randbereiche und Bildmitte bestmöglich scharf sind.


4. - Ende

Obwohl die Pixelaufloesung nicht gestiegen ist, bin ich als Brillenträger nicht so dicht am Monitor. Ich möchte die Vergrösserung der Bilddiagonale auf 29cm nicht mehr missen. (!nl

Fragen bitte per email an:

LUDWIG@PHYSNET.UNI-HAMBURG.DE (Frank Ludwig)

oder, da ich z.Z. nur selten email lese, an:

KREY@PHYSNET.UNI-HAMBURG.DE (Stefan Krey) bzw.
SK@LUMUMBA.SHNET.ORG (Stefan Krey, privat)






Copyright © Robert Schaffner (doit@doitarchive.de)
Letzte Aktualisierung am 23. Mai 2004
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