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13.1 Tower - Umbau Falcon F030


TowerFalconF030 im Eigenbau

Information vor dem Begin


Diese Anleitung vor dem Zerlegen des Falcons bitte möglichst komplett durchlesen.
Diese Anleitung wurde nach besten Wissen und Gewissen erstellt, Fehler können aber trozdem nie ausgeschlossen werden. Alle technischen Informationen beruhen auf eigenen Kenntnissen und teilweise auch auf öffentlich erhältlichen Informationen sowie eigenen älteren ST-Umbauten.

Es dürfte klar sein das aus dieser Anleitung nicht jeder Umbau komplett abgeleitet werden kann und das auch der Autor keine Tips geben kann die zu 100% auf jeden Anwendungsfall zutreffen. Eine Funktionsgarantie sowie eine Haftung bei selbst verursachten Hardwareschäden wird nicht Übernommen!




- Der Umbau

Die Tatsache das ein Atari, in diesem Fall der Falcon, mit seinen externen Zusatzgeräten auf dem Schreibtisch ein mehr oder weniger großes Kabelchaos verursacht treibt viele Falconbesitzer dazu dem Falcon ein anständiges Untertischgehäuse zu verpassen. Auf dem Tisch sollte nur die Tastatur, die Maus und der Bildschirm verbleiben.


- Das Gehäuse

Zu diesem Zweck sollte man sich nach einem PC-Towergehäuse umsehen. Bei diversen Fachhändlern kann man da sehr schnell fündig werden. Bei verschiedenen Atari-Händlern gibt es genau zu diesem Zweck fertige Gehäuse die für den Einbau eines Falcon oder eines anderen Atari-Computers vorgesehen sind. Hierzu sollte man die jeweilige dazu passende Einbauanleitung des bereffenden Herstellers genauestens befolgen.




Abbildung 1 - Ein fertiges Towergehäuse



Diese vorbearbeiteten Towergehäuse haben allerdings ihren Preis und auch einige Vorteile für Leute die handwerklich nicht so begabt sind oder eben ganz einfach nicht die Möglichkeiten haben um ein Gehäuse entsprechend zu bearbeiten. Ein ausgestanztes Loch sieht eben immer besser aus wie ein selbst aus gefeiltes! Es fängt mit den passenden Löchern für die Schnittstellenbuchsen an und hört mit dem richtigen Anschlußstecker für das Falcon Mainboard noch nicht auf.



- Selber gemacht oder fertig

Im Fall das man sich für einen kompletten Eigenbau entscheidet sollte man bei der Gehäuseauswahl darauf achten das die Falconplatine auch wirklich in das Gehäuse passt. Manche PC-Gehäuse haben einen riesengroßen Laufwerkshalter in den zwar Problemlos auch 5 1/4" Laufwerke passen, aber andererseits den Einbau der Falconplatine behindert. Das Falconmainboard sollte komplett auf die freie Montagefläche des Towers passen.




Abbildung 2 - Die Platine muß komplett passen



Ganz Interessant fand ich die neuen Gehäuse einiger PC-Händler, das kann man seitlich wie einen Schuhschrank mittels einem Türchen öffnen! Alle Komponenten sind somit sofort und äusserst leich zugänglich. Was nie passt sind natürlich die Halterungen für die Hauptplatine. Aber auch das lässt sich immer Regeln. Sehr wichtig ist das die Platine des Falcon nicht verspannt oder verbogen befestigt wird. Beachten sie das nicht wird sich ihr Falcon mit diversen Ausgfällen fürchterlich Rächen. Und das wird nicht gleich sofort oder morgen sein! Man kann nur vorher warnen!

Je weniger Platinenoberfläche von dem PC-Netzteil oder des Laufwerkträgers verdeckt wird desto besser ist die spätere Handhabung bzw. desto leichter ist die spätere Nachrüstung der einen oder der anderen Erweiterung. Das Falconmainboard besitzt einige Befestigungslöcher die man sich am besten aus dem originalen Plastikgehäuse oder eben der bereits ausgebauten Falconplatine mittels einer Schablone 1:1 abzeichnet. Auch kann diese Schablone ruhig schon so in etwa die Positionen der Schnittstellenbuchsen beinhalten die sich an der Falcon-Rückwand befinden. Es geht auch wenn man das Unterteil des Falcongehäuses als Schablone für die Buchsen verwendet. Mit dieser Schablone sollte es nun relativ einfach sein die Befestigungsstellen der Platine auf die Trageteile des Towers zu übertragen. Wenn eine oder zwei Bohrungen nicht passen sollten ist das auch kein Beinbruch, solange man später nicht wie ein wilder an der Platine hantiert. Als erster Schritt ist dazu der Falcon zu öffen und aus seinem original Gehäuse zu entfernen. Man möge eine eventuell noch vorhandene Gerätegaratie bedenken! Es sollte hier beachtet werden das es Unbedingt zu vermeiden ist die Falconplatine mechanischen Belastungen auszusetzten, also weder Verkanten noch verbiegen oder als Ablage benutzen.




Abbildung 3 - Das Mainboard ist komplett drin



Die Falconplatine ist ein sog. Multilayer der nun mal aus vielen verschiedenen Schichten besteht, Schäden die durch mechanisches Belasten an einer der inneren Schichten entsteht sind nacher nicht mehr zu Beheben! Der Falcon ist somit irreparabel Beschädigt. Auch sollte bei Lötarbeiten stets bedacht werden das ein 'Braten' an einem Lötpunkt die Platine dauerhaft beschädigen kann. Die Anschirmbleche sind durch vorsichtiges Aufbiegen der seitlichen Blechlaschen zu entfernen, sie werden nicht mehr benötigt. Auch gibt es hier einige Befestigungsschrauben die die Blechhaube mit der Platine zusammen im Kunststoffunterteil festhält.

Auch beim späteren Befestigen in dem neuen Gehäuse sollte man peinlichst darauf achten das die Platine nicht verspannt oder gebogen wird! Gerade hier treten dann diverse Verspannungen auf wenn nur ein einziges Loch nicht genau auf dem Punkt gebohrt wurde.



- Komplett zerlegen

Zum Ausbau der Falconplatine ist es günstig wenn man das Diskettenlaufwerk und die interne Festplatte sowie das Netzteil vorher ausbaut. Das Diskettenlaufwerk ist mit vier Schrauben auf der Rechnerunterseite befestigt, eine Schraube hält einen Zentrierstift aus Metall im innern des Rechners. Das interne IDE-Festplattenlaufwerk ist mir vier Schrauben gegen die Hauptplatine verschraubt. An beiden Laufwerken ist das Flachbandkabel vorsichtig abzuziehen und am besten gegen falsches Aufstecken zu markieren. An der IDE-Platte bleiben rechts 4 Stifte frei, das ist das Jumperfeld. (Kann bei anderen Festplatten verschieden sein)

Beim erneuten Montieren mit dem alten Laufwerksträger aus dem Falcon unbedingt darauf achten das die Befestigungsschrauben der Platte nicht angeknallt werden, der Blechträger verzieht sich dadurch und verwindet die 2.5" Platte. Ein Laufwerksschaden währe so nicht Auszuschliessen. Was sich manchmaldurch seltsame Geräusche der Platte ankündigt. Wird das Laufwerk später ohne diesen Blechhalter montiert sind unbedingt vorher die passenen Schrauben zu besorgen. Falsche oder zu lange Schrauben zerstören die empfindliche Platte! Wenn keine Schrauben in Zoll-Gewinde aufzutreiben sind kann man hier als letzte Notlösung ein M3 metrisches Gewinde einschneiden. Allerdings gibt das Aluminiumspäne die u.U durch Ausblasen nur noch tiefer in der Laufwerkselektronik verschwinden!! Die Späne zerstören durch Kurzschlüsse die Elektronik!!




Abbildung 4 - Laufwerksträger im Falcontower



Normalerweise kann man die passenden Schräubchen immer da bekommen wo man auch Festplatten und Laufwerksträger ect. kaufen kann. Gut sortierte Eisenwarenfachhändler sollten da auch helfen können. Das mit dem Gewinde nachschneiden bitte wirklich nur im äussersten Notfall anwenden, oder wenn z.B sowieso schon das Gewinde beschädigt wurde. Leicht Festzustellen wenn die Schrauben nur schwer wieder in die Gewindelöcher der Platte passen.



- Netzteil, die Quelle der Kraft

Das interne Netzteil besitzt einen Flachstecker der die Stomverbindung zur Hauptplatine herstellt. Schwarz ist GND, Rot +5 Volt und Gelb befördert +12V zur Falconplatine. Wer hier ganz sicher gehen will sollte vorher, also bevor der Falcon zerlegt wird, hier mit einem Voltmeter das richtige anliegen der Versorgungsspannung testen bzw. Nachmessen. Die Anschlüsse am Netzteil des Towergehäuses sind warscheinlich zu kurz und müssen später in der richtigen Reihenfolge und in der richtigen Polarität bis zu dem Platinenanschluß verlängert werden. Es ist sehr Sinnvoll das irgendwo dauerhaft zu Notieren!

Dazu doch später mehr. Sämtliche Steckverbinder gibt es in guten Elektronikläden. Hier in der Gegend ist da z.B die Firma Zimmermann-Elektronik oder die Firma Elpro, beide in Darmstadt zu finden, meist ganz gut Bestückt. Natürlich kann es auch Hilfreich sein wenn man hin und wieder mal ein altes elektronisches Gerät vor dem wegwerfen Ausschlachtet. Da trifft man schon so manchen passenden Stecker :)



Hier zu noch ein Tip von Mark Ansbach


Um das Falcon-Netzteil später durch das im Tower vorhandene PC-Netzteil leicht ersetzen zu können kann man sich hier einen Adapterstecker bauen. Im Fachhandel gibt es Verlängerungs-Kabelsätze für PC-Netzteile. Man besorgt sich eine solche Verlängerung und öffnet die Stecker, die einzelnen Kontaktfedern werden dann von den Litzen getrennt. Das gleiche macht man mit dem originalen Atari-Stecker. (vorher Stecker aufgemalen!) Einfach nur damit es nicht vergessen geht und nichts Vertauscht wird. Um den Adapter herzustellen werden dann einfach die Stecker an das jeweils andere Kabelbündel angelötet.

Vorteil: Das Atari-Netzteil hat jetzt einen PC-Stecker (nicht vollständig belegt), das Atari-Mainboard einen Adapter für PC-Netzteile und das PC-Netzteil ist noch unverändert. Jetzt lassen sich sowohl Atari- als auch PC-Netzteil einfach anstecken. So ließe sich übrigens auch noch eine PowerGood-Leitung anbringen (an den Adapter), die vom Netzteil durch abstecken trennbar ist.

Vielleicht hilft das ja jemandem...
Gruß, Mark

Die Rückwand des PC-Towergehäuses entspricht leider nicht den Anschlüssen die der Falcon an seiner Rückwand zur Verfügung stellt. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zu ersten kann man die Rückwand der Towers komplett herraustrennen. Viel Metallbearbeitung ist eine Vorraussetzung, zum zweiten könnte man sämtliche Falcon-Schnittstellen mittels 1:1 D-Sub Buchsen und Steckern sowie mit Flachbandkabelsoweit verlängern bis eben die Buchsen in die am PC-Gehäuse vorhandenen Aussparungen reichen. Das bringt natürlich etwas mehr Lötarbeit mit sich. Es entstehen so aber jederzeit lösbare Verbindungen die auch bei einem weiteren Ausbau oder einer eventuell mal nötig werdenden Reparatur oder einem Boardtausch recht nützlich beiben. Der Aufwand ist höher, kann sich aber schon an Hand der freien Auswahl des Montageplatzes für die Schnittstellen auszahlen. Im ersten Fall würden die Buchsen alle auf einer Seite der Rückwand herrausschauen, eben so wie vorher am Falcon. Für die Schlitze in der PC-Rückwand gibt es beim gut sortierten PC-Händler sog. Slotbleche die Befestigungsmöglichkeiten für 9, 15 und 25 polige D-Sub-Verbinder haben. Man kann die Buchsen u. Stecker dann in diese Slotabdeckungen schrauben und diese dann wiederrum im PC befestigen. Das dürfte die sauberste Lösung an sich sein. Die Herstellung einer neuen Rückwand ist ja nicht jedermans Handwerk.




Abbildung 5 - Die Anschlußmöglichkeiten auf der Rückwand



Abbildung 6 - Rückwand mit Anschlußbuchsen



In diesem Fall müssten alle Verbindungen zwischen den Buchsen am Falcon und den Buchsen in der Rückwand mittels 1:1 Kabelverbindungen hergestellt werden. Servicefreundlich ist das schon.




Abbildung 7 - Die Paddleports werden verlängert



Man sollte nicht vergessen auch die beiden Paddleports des F030 an einer geeigneten Stelle nach aussen zu führen. Sieht es auch im ersten Moment nicht danach aus, nach 2 Monaten möchte man vieleicht doch ein Spiel laden das z.B die Jaguar-Joypads abfragt. Ein wesentlich höherer Spielkomfort.
Die beiden Paddleports können mit passenden Steckern und Buchsen einfach 1:1 verlängert werden. Allgemein geht das mit jeder Schnittstelle, ausser dem Romport.



- Eingebaut

Bevor wir nun zum Löten kommen sollte man alle mechanischen Arbeiten soweit wie wie möglich Abgschlossen haben. Und alle Schnipsel sowie Späne bereits komplett beseitigt haben. Die Falconplatine sollte mit Kunststoff-Abstandsbolzen, Schrauben oder den normalen Plastiklipsen für Mainboards bereits an ihrem Platz befinden. Und mit keinem einzigen Lötpunkt auf der Platinenunterseite irgendwo am Towergehäuse anliegen.

Kunststoffbefestigung deshalb da das metallene PC-Gehäuse verbindung mit dem Schutzleiter der Netzspannung hat welche später am PC-Netzteil angesteckt wird. Zur vermeidung von Störungen aber nicht unbedingt mit der Rechnermasse des Falcons in Verbindung gebracht werden muß. Nachdem das Mainboard nun an seinem Platz sitzt kann man sich schon um den richtigen Anschluß des PC-Netzteils kümmern. Die meisten Towergehäuse haben für ihren Preis ein 220 Watt Schaltnetzteil eingebaut. Die Leistung ist für unseren Umbau mehr als ausreichend. Was nicht passt ist der Mainboardstecker für die Rechner-Stormversorung, dieser ist für ein PC-Mainboard ausgelegt. Wer sich das vorher genau Notiert hatte braucht jetzt eigentlich nur die richtigen Drähte mit der richtigen Farbe in die Löcher des Steckers stecken. Die meisten Stifte dieser Steckverbindungen lassen sich durch biegen einer winzigen Lasche aus ihrem alten Stecker ziehen. Biegt man die Lasche wieder nach aussen kann man den Stift in den neuen Stecker stecken. Beim Falcon wird das wegen den flachen Stiften eventuell Probleme geben. Eventuell lassen sich bei manchen PC-Netzteilen die Mainboardstecker aufhebeln um die Steckhülsen zu entnehmen. In der richtigen Farbe und Reihenfolge kann man die dann in dem neuen Stecker einstecken. Hilft das alles nicht muß gelötet werden. Sollte sich dieser Stecker nirgens auftreiben lassen nimmt man zu Not, wirklich nur zur Not!, den des ausgebauten Falconnetzteils. Den Stecker sollte man auch im gut sortierten Computer-Zubehör bekommen. (Siehe weiter oben)

Rot ist am PC-Netzteil + 5 Volt
Gelb +12 Volt
Schwarz GND

Eigentlich also ähnlich wie am Netzteil des Falcon!




Abbildung 8 - So ist der Stecker eines Falcon-Netzteiles belegt.



G7 / H8 sind die Punke für den Anschluß eines zusätzlichen CPU-Kühlers! Kein Riesenlüfter! Max. 50mA ! Bedenken Sie bitte das der 12V-Regler des original Netzteil (IC3) lediglich 200mA liefern kann!
Direkt an der Netzteilplatine kommt man leicht an die Kabel ran.

Die +12V werden auf den SKYNET-PSUs mittels IC3 erzeugt. Das ist nur ein 200mA +12V Spannungsregler im Plastikgehäuse!
Bei Netztteilen des Herstellers SKYNET kommt es hin und wieder vor das bei hohen Innentemperaturen die Übertragerspule innen einen Kurzschluß bekommt. Diese Spule ist als Ersatzteil leider kaum einzeln zu erhalten. Das Netzteil sollte aus Sicherheitsgünden nicht mit einem ähnlichen Übertrager repariert werden!

Ausserdem sollte man wirklich genau darauf achten was man hier macht. Ein falscher Anschluß zerstört das Netzteil, den Falcon in jedem Fall! Traut man sich das nicht zu sollte das jemand machen der davon Ahnung hat! Die meisten Fehler passieren hier beim Einstecken der Leitungen. Durch falsch herrum gehaltene Stecker sind die Spannungen genau Spiegelverkehrt angelegt, der sichere Tot des Falcon einschließlich Floppy und der bereits montierten Festplatte!

Man kann die +5V, die +12Volt sowie die Masse auch mit einem Filzstift auf dem Mainboard und dem Stecker markieren. Der Platine tut das nicht weh, sofern es nicht als Bestückungsaufdruck schon auf der Falconplatine steht. Schaltnetzteile zumx usprobieren nicht ohne Grundlast laufen lassen! Zum Ausprobieren eine 6V Glühbirne an den 5Volt und eine 12Volt Birne an den 12Volt-Zweig des Netzteiles anschliessen. Nur zur Sicherheit. Manche Netzteile haben ohne Grundlast eine höhere 12V Spannung oder erzeugen seltsame Geräusche die u.U zur Zerstörung des selben führen können. Man kann die Spannungen auch messen wenn die Glühbirnen dranhängen, schliesslich beissen die ja nicht. 2 Watt pro (Auto) Glühbirne reichen völlig aus. In vielen Netzteilen dient der interne 12 Volt Lüfter bereits als Gundlast, also den dann auch nicht abstecken.



- Unsere Einkaufsliste

Vor dem gesammten Umbau sollte man sich vieleicht ein Liste der nötigen Kleinteile anfertigen um die Teile dann gesammelt irgendwo zu kaufen. Hard & Soft-Herberg ist da z.B ganz gut ausgestattet. Ärgerlich wenn man seinen Rechner nach dem Umbau nicht testen kann weil ein einziger Stecker fehlt.
Ebenso gibt es bei H&S fertige Verlängerungen für die interne IDE-Festplatte sowie für das 3.5" Floppylaufwerk. Beide Laufwerke passen ja nicht mehr an den ursprünglichen Platz. Das Diskdrive nicht weil man keine Diskette einstecken kann, die interne Platte nicht da einige Festplatten in einer seitlichen Lage nicht betrieben werden dürfen. (Lagerschäden währen die Folge) Wer sich die technischen Daten seiner internen Platte besorgt kann vorher feststellen ob die Platte in der Seitenlage betrieben werden darf, oder ob die Platte nur in der normalen Lage laufen sollte.

Sollte die Platte seitlich betrieben werden dürfen schrauben wir das Gerät wieder an seinen alten Platz und achten auch darauf das das Flachkabel korrekt und in der richtigen Richtung aufgesteckt wird. An der Stiftleiste bleiben rechts PINs frei. Man beachte die Schrauben! (Siehe weiter oben) Im übrigen bring ein wahnwitziges Verlängern des IDE-Kabels bis auf diverse Datenverluste nichts. Besser ist es i.d.R darauf zu achten das ein IDE-Festplattenkabel so kurz wie nur irgendmöglich zu halten ist, 20 cm können im Einzelfall schon zu erheblichen Störungen beitragen. Man ist hier schon geneigt zu sagen das man lieber auf die an der SCSI2-Buchse angeschlossenen SCSI-Festplatten ausweichen sollte und die interne IDE-Platte am besten da läst wo sie sich befindet. Ausnahme siehe Einbaulagen, Lagerschäden ect.
Es bringt auch nicht viel den IDE-Bus über sog. Bi-Direktionale Treiber zu verstärken, in wenigen Fällen ja, jedoch ist das Timing der Falcons so eng und kritisch das man sich damit eigentlich mehr Ärger als Nutzen einhandelt.



- ohne Tastatur

Ein weiter wichtiger Punkt ist die Tastatur. Passen tut die so ja nicht mehr. Einige Lieferranten von fertigen Towern bieten ganz genau zu diesem Zweck fertige abgesetzte Tastaturlösungen in einem Tastaturgehäuse an oder verkaufen mit dem Towergehäuse modifizierte PC-Keyboards. Einfaches Verlängern der Keyboardanschlüsse geht nicht ohne weiteres und ist auch nicht zu empfehlen, Fehlfunktionen die bis zur Zerstörung des ACIA-Bausteins im Falcon gehen könnten hier die Folgen sein. Sicherer ist es hier auf eine fertige Lösung zurückzugreifen. Auch gibt es hier Lösungen mit PC-Tastaturen die aber wiederrum alle ein Interface benötigen. Wem das zu teuer ist muß und kann die eigene Tastatur verwenden. Erforderlich ist eine Treiberschaltung mit einem einzigen TTL-IC. Die Tastatur wird dann über diese Schaltung und ein wenig Spiralkabel mit dem Falcon verbunden. Das Spiralkabel könnte ruhig eine Abschirmung haben. Entsprechendes Spiralkabel gibt es im einschlägigen Fachhandel.

Es soll noch gesagt werden das es möglich ist ein Keyboard eines MegaSTE oder eines TT für den Towerumbau zu benutzen. Diese Keyboards gibt/gab es als Ersatzteil beim freundlichen Atari-Händler. Wer sich dafür näher Interessiert sollte mal bei einen der Händler nachfragen.

Man spart sich so den Umweg über die diversen PC-Keyboards die allesamt wieder ein Interface benötigen und in den wenigsten Fällen korrekt Beschriftet sind. Jedenfalls bei den Funktionstasten ect.




Abbildung 9 - modifizierter Keyboardanschluß über langes Kabel



Im neuen Atari-Falcon F030 gibt es zum anschließen der Tastatur eine 10 polige Pfostenleiste die mit der im 1040 ST/E identisch ist. Hier untenstehend also gleich die Pinbelegung der Pfostenleiste im Falcon F030. Etwas weiter unten die Belegung des Steckers der Mega oder TT-Tastatur. Man kann so schon sofort sehen welche Verbindungen herzustellen sind.



Keyboard - Anschlußleiste im Atari Falcon F030

Stiftnummer/Anschluß:


 
Pin 10
(KroK) (Keyboard Datenempfang OK)
 
Pin 9
(KtoK) (Keyboard Datensendung OK)
 
Pin 8
GND-Signalmasse der Tastatur
 
Pin 7
Reset-Signal für den Tastaturprozessor
 
Pin 6
TxD-Sendedaten des Tastaturprozessors
 
Pin 5
RxD-Empfangsdaten des Tastaturprozessors
 
Pin 4
+5V Versorgung von der Hauptplatine über MFP!
 
Pin 3
HD/Floppy (5V) Ansteuerung für die Leuchdiode
 
Pin o
Leerfeld, damit der Stecker nur in einer Richtung passt
 
Pin 1
GND oder auch 5V Return / Masse-Signalmasse
 
Tastaturstecker/Westernstecker


 


Abbildung 10 - Anschlußstecker

Weitere Informationen bezüglich der Tastatur siehe "Ein abgesetztes Keyboard am Falcon"
Unter Schnittstellen finden sie weitere wichtige Tips bezüglich der Tastatur.



- Die Laufwerke

Das Diskettenlaufwerk lässt sich auf einem alten Einschubblech montiert hervorragend in einen der Laufwerksträger des Towers einschieben und Befestigen. Vorzugsweise dürfte das sicher bei allen der oberste Schacht sein sofern dieser nicht für ein CD-ROM verwendet wird. Das interne Floppy hat einen extra Stromstecker für den es auch passende Adapter gibt. (Computerzubehör) z.B auch Conrad-Elektronik Das Flachbandkabel muß bis zur Platine des Falcon verlängert werden. Es gibt fertige Verlängerungen die keine zusätzlichen Lötarbeiten mit sich bringen, selbstgebaute Adapterkabel haben meist die Angewohnheit irgendwo falsch Aufgelötet zu sein. Solche Kabel können bei vielen Lieferranten nach Angabe der länge in Meter bezogen werden.

Die einzige farbig markierte Ader am Flachbandkabel ist in den meisten fällen Pin 1 des/der Stecker, bitte Kontrollieren ob das auch so ist!

Darf die Festplatte in keiner Seitenlage betrieben werden ist mit der internen 2.5" IDE-Platte genau so zu Verfahren. Die IDE-Platte bezieht ihre Versorungsspannung über das Flachbandkabel! Vorsicht beim Aufstecken.
Nicht Verpolen.
Alle Kabel, auch die Flachbandkabel von den Laufwerken werden später mit 2-3 Klebeschellen und Kabelbindern im Gehäuse ordentlich und Sauber verlegt. Das sieht nicht nur gut aus sondern trägt auch noch wesentlich zur Betriebssicherheit bei!

Mehr zu Diskettenlaufwerken finden sie in DOIT_ST



- Ein erster Test

Wenn die Laufwerke und die Tastatur angeschlossen sind könnte man den Tower einem ersten Test unterziehen, hierzu sollte der Monitor angeschlossen werden. Ist der Monitor über einen externen ScreenBlaster angeschlossen sollte man sicherstellen das auch das Steuerkabel des ScreenBlasters in dem richtigen Paddleport des Falcon steckt. Nur so kiegt man dann auch sein gewohnte Auflösung auf den Bildschirm :-) Am Towernetzteil befindet sich eine weitere Netzbuchse, hier kann die Netzteilung des Monitors mit einem geeigeten Stecker angeschlossen werden. Das hat den Vorteil das der Monitor mit dem Tower gleichzeitig Ein bzw. auch Ausgeschaltet wird.

Ist bis hier alles korrekt gelaufen sollte der Rechner nach dem Einschalten völlig normal booten.

Tut er das nicht sofort Abschalten und zuerst die Versorgungsspannung testen!

- Monitor angeschlossen?
- Monitor eingeschaltet?
- ScreenBlaster & Steuerkabel angsteckt?
- Kabel falsch auf das Floppy gesteckt?
- Tastatur richtig angschlossen?
- Hat die LED am Keyboard geleuchtet? (Ist das nicht der Fall könnte die Tastatur falsch angeschlossen sein)
- fährt die Platte hoch?
- Flackert die Zugriffs LED ?

Notfalls das alte original Falcon-Netzteil zum Test am Mainboard anschiessen.

- Läuft der Rechner jetzt korrekt an?
Wenn er es jetzt tut ist leider eine kleine Modifikation zwischen dem Falconmainboard und dem PC-Netzteil notwenig.



- Netzteil modifizieren

Viele PC-Netzteile haben eine 'PowerGood-Leitung' (Oranges oder weißes Kabel) für das es ja am Falcon-Mainboard kein Anschluß gibt. Es hat damit folgende Bewandniss.
Das PC-Netzteil hält damit das Rechnermainboard solange im PowerON-Reset fest bis eben die Spannungen des PC-Netzteils stabil abgegeben werden können. Ist das nicht der Fall stürzt der Falcon gnadenlos ab oder bootet nicht korrekt bzw. er läuft erst nach mehreren Versuchen richtig.




Abbildung 11 - Towernetzteil mit modifiziertem Stecker



Hierzu wäre es erforderlich einen Anschluß für die PowerGood-Leitung auf dem Falcon-Mainboard zu schaffen. Der technische Aufwand beträgt eine Diode und den richtigen Lötpunkt auf der Platine :-) Der Resettaster befindet sich hinten links am Rechnerboard. Rechts neben dem Resettaster befindet sich eine kleine Diode, der Diodenanschluß welcher zum Keyboard zeigt (der Rechner liegt so auf dem Tisch als wenn man damit Arbeiten würde) ist der richtige Anschluß für die PowerGood-Leitung des Netzteils. Das ist aber normalerweise schon zu viel Arbeit. Die Leitung könnte ja mal abreissen oder abbrechen, ausserdem macht man hier wieder eine Verbindung die nur mit dem Lötkolben zu lösen ist. Wesentlich besser und einfacher erscheint es den Kondensator C7 (1uF) welcher sich in der Nähe des Resettasters befindet, auf einen Wert von 2.2uF bis auf maximal 4.7uF zu vergrössern.




Abbildung - 12 Anlöten eines Resettasters



Der Kondensator sollte 16 Volt Betriebsspannung vertragen können. Der alte Kondensator sollte dazu vorsichtig ausgelötet werden und und durch den neuen grösseren Ersetzt werden. Auf die Polarität beim Einsetzen des neuen Kondensators achten! Das Funktioniert dann in jedem Fall und ganz sicher auch mit jedem PC-Netzteil. Gewarnt wird hier nochmals vor dem rumbraten auf der Platine. Durch lange Lötzeiten werden tieferliegende Leiterbahnen beschädigt!

Durch diese Maßnahme wird einfach der PowerON-Reset des Falcons verlängert, diese Zeit reicht dann dem PC-Netzteil aus um sich korrekt zu Stabilisieren und der Rechner sollte/wird dann korrekt hochlaufen.

Es würde dann jedenfalls das etwas unsichere Anlöten der PowerGood-Leitung an der Diode entfallen. Zumal diese Lösung ohne den bekannten Lötkolben nicht zu wieder zu Entfernen ist. Sollte der Rechner beim ersten Versuch nicht gelaufen sein sollte er spätestens nach dieser Änderung sicher laufen. Bootet er korrekt und läuft kann man mit dem weiteren Umbau fortfahren. Zu Beachten ist ja hier halt noch das der Kondensator auf jeden Fall *polrichtig* eingelötet wird und auch mindestens 16V verträgt.

Sehen sie hier zu auch im Artikel Netzteil und PSU PowerOn Reset nach.



- Sichtfenster

Wurde das Falconmainboard geschickt eingebaut ist es möglich das ein vorhandener ScreenBlasterII-extern mit in den Tower eingebaut werden kann. Das sollte dann so aussehen das die Ausgangsbuchse dem ScreenBlasterII als Monitorbuchse dient und mit der Towerrückwand verschraubt werden kann. Es würde dann nur noch der passende Monitoradapter und eben der Monitorstecker auf der Rückwand auftragen. Man kann den Rechner somit weiter an die Wand schieben. Hierzu ist es nötig die genaue Aussparung vor dem Befestigen des Mainboards in die Rückwand zu sägen. Wer lieber lötet stellt sich einfach eine 1:1 Kabelverbindung zwischen der Falcon-Monitorbuchse und dem ScreenBlaster mit einem abgeschirmten Rundkabel her. So bleibt man flexibel und kann den ScreenBlasterII an geeigneter Stelle in der Rückwand als Monitorbuchse einbauen. Wird diese Verlängerung nicht sonderlich lang kann auch hier Flachkabel ohne Abschirmung verwenden werden. In diesem Fall wird dann für Buchse und Stecker jeweils ein Exemplar in Schneidklemmtechnik verwendet. Kommt an der Buchse und am Stecker immer die gleiche Ader auf Pin1 braucht man sich um die restlichen Adern kaum zu kümmern, denn die liegen dann automatisch am jeweils richtigen Pin an. Das Steuerkabel von ScreenBlasterII das in einem der beiden Paddleports steckt ist hierzu ebenfalls zu Verlängern und sauber zu verlegen, sofern die original Länge nicht aussreichen sollte. In der gleichen Art und Weise verfährt man mit allen Steckern des Falcons die man gerne auf der Aussenseite des Towers benutzen möchte. Einzige Ausnahme bildet hier der recht empfindliche Romport! D.h genauer, man lötet sich Kabel die z.B den Druckeranschluß Pin 1 mit Pin 1 der in der Rückwand eingebauten Druckerbuchse verbindet. Pin 2 des Rechners mit Pin 2 der Buchse usw.. (Schneidklemmtechnik ist einfacher, siehe weiter oben) So ist auch mit der seriellen Schnittstelle usw. zu verfahren. Diese Verbindungsstücke werden in der Regel nicht länger als ca. 15cm, es reicht also diese Verbindungen mit Flachbandkabel herzustellen. Auf dieser Länge können kaum Störungen auftreten. Es braucht nicht sonderlich Betont zu werden das auch diese einfachen 1:1 Verlängerungen mit einer gewissen Sorgfalt herzustellen sind. Ein Ohmmeter zum durchmessen sollte schon Vorhanden sein falls man sich nicht zu 100% sicher sein sollte. Ein Vertauschen der Anschlüsse oder dadurch Kurzschlüsse könnten später recht fatale Folgen haben.



- Intern oder Extern

Vorher vorhandene externe SCSI-Geräte wie z.B Festplatten oder CD-ROMs können ebenfalls im Tower verschwinden und zwar so das man nur noch die Frontplatten sieht. Der gesammte Kabelverhau kann entfallen. Ein riesen Vorteil des eingebauten PC-Netzteils ist die Tatsache das für alle Festplatten und CD-ROMS kein extra Netzteil mehr erforderlich ist. Sämtliche Stromanschlüsse, direkt an den Laufwerken, wird nun vom PC-Netzteil übernommen. Die Stecker vom Netzteil passen nur in einer Richtung auf die Buchsen an den Laufwerken und sollten somit keine weitere Beachtung finden. Laufwerke in den Tower schrauben, Stromstecker aufstecken, fertig. Die Platten, das CD-ROM wird jetzt über den einen Netzschalter des Towers aktiviert.




Abbildung 13 - Mainboard im Gehäuse



Aus dem vorhandenen SCSI2 Kabel, welches vorher den Falcon mit der externen SCSI-Platte verbunden hat, bauen wir uns dann noch den SCSI-Anschluß für die Geräte die jetzt im Tower eingebaut wurden. Aus den externen Gehäusen kann man sich in den meisten Fällen die Rückwärtige 50polige SCSI-Centronicsbuchse mit samt dem Flachbandkabel ausbauen. Das dickere SCSI2 Rundkabel wird auf den Falcon aufgesteckt und sauber im Tower verlegt, hierzu kann man Klebeschellen und Kabelbinder verwenden. Solche geeigneten Schellen und Binder bekommt man im Fachhandel.




Abbildung 14 - passende SCSI Adapterkabel



Am Ende des SCSI2 Kabels steckt man eigentlich genau wie vorher den Stecker in die 50 polige Buchse, das Flachbandkabel der Buchse widerrum richtig auf die SCSI-Platte und ist damit auch dann schon fertig.

Natürlich kann auch hier ein fertiger SCSI2 Adapter gekauft werden. Es soll nicht verschwiegen werden das man einen SCSI2 Stecker natürlich auch kaufen kann und sich eben den Adapter selber lötet. Zum einen möchte ich Bemerken das man diesen Stecker leider nicht an jeder Ecke kaufen kann, und das Teil auch noch Sauteuer ist. Ein fertiges Kabel ist fast genauso teuer! Das Löten eines SCSI2 Steckers sollten den Leuten vorbehalten bleiben die immer alles besser Wissen, und auch eventuell Pinzettenfinger haben. Pinzettenfinger deshalb, da das Rastermaß der Steckerpins mit 1.25mm recht eng gehalten ist. Wer keine ruhige Löthand hat sollte es besser lassen.

Plattenschäden, Rechnerdefekte sowie Datenverluste nicht auszuschliessen.

Ein käufliches SCSI2-Kabel währe in diesem Falle dann ein vielfaches billiger gewesen..

Sollten nun mehrere SCSI-Geräte angschlossen werden müssen auf dem Flachbandkabel zusätzliche Buchsen aufgequetscht werden, und das Kabel ist warscheinlich dann auch zu kurz. Hier kann man sich mit dem passenden Kabel und den käuflichen Buchsen selbst ein längeres SCSI-Buskabel anfertigen. Beim Aufpressen der Buchsen sollte die farbige Ader an allen Buchsen auf Pin 1 zu liegen kommen, das erleichertert die Suche nach dem richtigen Pin mit der Nummer1 und dient als Orientierung beim anstecken an die Laufwerke. Es soll auch kein Schaden sein wenn man sich vorher mal ansieht wie rum der Busstecker nachher auf das Laufwerk passt, man kann sich hier das spätere Verdrehen des Buskabels ersparen. Sieht auch viel besser aus wenn die Leitung gerade im Kasten hängt.

Sehr wichtig ist das richtige Terminieren der Laufwerke! Werden die Laufwerke so übernommen wie es vorher war ist eine Änderung an der Terminierung nicht zu erwarten. Werden beim Umbau gleichzeitig neue SCSI-Geräte mit eingebaut ist die Terminierung am *letzten* SCSI-Gerät an diesem Buskabel vorzunehmen. Alle anderen Laufwerke sollten dann keine Terminatoren mehr tragen!






Busfehler und Datenverluste sind die Folgen einer doppelten, oder gar einer fehlenden Busterminierung. Gleiches trifft in etwa auch zu wenn die Versorgung von der Signalleitung 'Termpwr' auf dem SCSI-Bus von mehreren SCSI-Geräten gleichzeitig übernommen wird. Es sollte nur jeweils ein Gerät diese Signalleitung mit +5 Volt versorgen. Bei den meisten Geräten existiert hierzu ein Jumper im jeweiligen Jumperfeld des SCSI-Gerätes.
Ist das nicht der Fall, kann man sich durch Abtrennen des PIN 26 des jeweilgen Gerätes behelfen. Auch gibt es hier Lösungen mit Dioden. (1N 4001) Die Diode wird dann in jeden Fall an den entsprechenden Geräten so eingelötet das der Diodenpfeil in Richtung des Flachbandkabel zeigt. Also aus dem SCSI-Gerät herraus. So kann man Sicherstellen das keine fremd Angelegten +5 V (von einem anderen Gerät) über die 'Termpwr'- Leitung in das SCSI-Gerät zurückfließen können. Schäden sind somit vermeidbar. Nachteilig an der Sache ist das wenn man ein solches Gerät verwendet bei dem sich 'Termpwr' nicht wegjumpern lässt entweder hier der PIN getrennt wird, oder eben alle anderen Geräte mit Dioden ausgestattet werden müssten.

Da aber heute die meisten Geräte relativ neu sind wird das Problem in seltenen Fällen nur vereinzelt Auftreten. Bei mir war das bis heute selber jedenfalls noch nie Erforderlich. Das betrifft bei mir zwei Laufwerke vom Typ Quantum 105, eine Quantum 210, ein XM4101 und eine 730er Lightning sowie eine Maveric und eine IBM DPES 31080.

Man kann dem SCSI-Bus am Ende eine weitere 50polige Buchse spendieren und diese dann wiederrum in die Towerrückwand einbauen, hier können dann Scanner sowie weitere externe Festplatten u. Geräte angeschlossen werden. Ein SCSI-Bus erlaubt ja 8 Devices. (Geräte) Ebenso eignet sich dieser Anschluss dann sehr gut für ein Zip-Drive, das ist billig, es passen 100Mb auf jede Diskette. Schneller und günstiger kommt man kaum zu einem Backup.

Hierzu ist ein externer SCSI-Terminator nötig, dieser wird in die Buchse gesteckt und nur entfernt wenn wirklich ein externes Gerät benutzt werden soll. In diesem Fall sind dann an allen im Tower eingebauten SCSI-Geräten die Terminatoren zu entfernen. Der externe Terminator übernimmt dann die ganze Arbeit. Das extern anzusteckende Gerät muß dann die Terminierung für das gesammte System übernehmen.




Abbildung 15 - Steckerbelegung der internen 2.5" IDE-Platte.



Deutlich mehr zum Anschluß von Laufwerken aller Art finden sie hier in DOIT030, im Archiv DOIT_ST und in der Hauptsache in DOITDRIVE. Unter Verschiedene Laufwerke am Falcon F030 finden sich alle Tips bezüglich dem Anschluß am Atari Falcon.



- Zeit und Rat

Ein sehr wichtiger Punkt bei einem Towerumbau ist die Tatsache das man nicht alles auf einen Schlag machen sollte. Zuerst kommt der Computer, dann die Laufwerke und ein anschliessender Funktionstest. Danach kann man damit beginnen die diversen Speichererweiterungen, Beschleuniger, Taktanzeigen und sonstige Zusatzhardware in den Tower einzubauen. Macht man das alles auf einmal und es Funktioniert etwas nicht auf Anhieb sucht man lange vergeblich rum, bei kleinen Umbauschritten bleibt die Sache übersichtlich und man kann schneller zum Ziel kommen da man hier eben noch sieht was man gerade vor 5 Minuten Eingebaut hat. Auf jeden Fall sollte man sich die vorhandenen Anleitungen in Ruhe und auch bis immer ganz zum Ende durchlesen.

Für die Laufwerks LEDs habe ich einen Tip aus einer c't Ausgegraben: (IDE-Platte) (ACT am Plattenstecker) Kathode der LED an Pin 39, Anode der LED über 270 Ohm-Widerstand an +5V Die LED sollte dann bei jedem Zuriff leuchten. Das habe ich selbst noch nicht ausprobiert, diese Angabe erfolgt daher ohne Gewähr.



- Rom und Midi

Für viele Leute wird es Interessant sein den Romport außen am Rechner Zugänglich zu haben, einerseits als Scanneranschluß oder einfach für Epromkarten oder diverses Midizubehör. Hier sei Eingangs gleich erwähnt das hier der gesammte Systembus ungepuffert anliegt und das es die empfindlichste Atari-Schnittstelle ist. Einzig und alleine die +5 Volt werden über eine 5 Amp Lötsicherung (F2) an dem Port angelegt, was nicht bedeutet das der Port oder der Rechner deswegen aussreichend gesichert währe! Meines Wissens nach besitzt diese Sicherung einzigst nur der TT und der Falcon. Diese Sicherung ansich sieht meistens wie ein Widerstand, oder wie eine Diode ohne Beschriftung aus. Bei einem Defekt mit folgenden Erstatz muß hier jedenfalls gelötet werden.

Es ist aussreichend wenn diese Sicherung für eine Belastung von 500mA ausgelegt wird. Das original Netzteil kann nie mehr als 4 Amp liefern. Ein PC-Netzteil hingegen auch über 15 Amp bei +5 Volt! Das hier dann u.U auch die Leiterbahnen als Sicherung dienen kann sich jeder selber Ausmalen. Für die meisten Romportmodule und Inerfaces genügt daher eine Sicherung von 500mA.

In einem Atari TT eines befreundeten Atari-Users, Peter Küchler, sah ich diese Sicherung (Atari TT = F1) allerdings auch schon durch zwei Drähte und einem normalen Sicherungshalter für die üblichen Feinsicherungen ersetzt. Das war vor einigen Jahrens schon ein guter Trick. So gesehen also eine kleine aber ganz feine Verbesserung. Im Tower ist ja reichlich Platz vorhanden.

Der Romport kann *nicht* einfach mit Flachbandkabel verlängert werden!
U.u klappt es bis zu einer Länge von ca. 10 cm.
Das bedeutet aber nicht das das an jedem Falcon so klappt!

Wer dennoch glaubt es besser zu wissen soll es so machen, besonders dann wenn noch Beschleuniger oder sonstige Zusätze im Falcon F030 eingebaut sind.

In einem neulich gesehenen Tower der Firma Eickmann war der Romport intern mit einem Platinen-Winkelstück versehen und darin steckte das CD-ROM-ROM, ein Interface welches einen CD-Rom Anschluß an eben dem Romport ermöglicht. Näheres sollte hier sicher bei der Fa. Eickmann zu erfahren sein. Jedenfalls verschwindet mit dieser Lösung das CDROM-Interface auch noch im Tower. Sogesehen auch eine saubere Lösung. Der Nachteil ist hier das der Port dann eben schon belegt ist und von aussen her nicht mehr zu benutzen ist.

Sollte der Romport doch nach außen verlagert werden ist es meiner Meinung nach nötig die Signale direkt nach der Romportbuchse einem Hardwarebuffer zuzuführen der die Signale stabilisiert und Verstärkt. Hierzu eignet sich ganz gut ein älteres c't Projekt das schon am ST sehr gut gelaufen ist und in der kleinsten Ausbaustufe bereits zwei per Software umschaltbare Romports zur Verfügung stellt. Diese Hardware läuft bei mir seit einigen Jahren und hat bis heute sehr gute Dienste geleistet, auch als ich einmal versehentlich das Scannerinterface falsch herrum in den Rechner gesteckt hatte. Das Interface hat Überlebt. Der Buffer ist hier in SMD-Technik ausgeführt und so klein das er an einem orignalen Gehäuse komplett in der Romport-Ausparung des Gehäuses verschwindet. Der Anschluß weiterer Teile erfolgt dann über Flachbandkabel das hier dann bis zu 1 Meter länge haben darf. Es ist hier also leicht möglich einen der beiden Ports nach aussen zu führen. Der zweite Port könnte z.B im Tower verbleiben um eine Epromkarte durch die Portumschaltung im Zugriff zu haben. MagiC! im Rom scheint sich hier als Option geradezu anzubieten, sofern es dann mal endlich auf dem Falcon ohne irgendwelche Patches laufen wird.




Abbildung 16 - Romport und Midiport verlängern



Die Ports können mit einem einfachen GFA-Programmeinzeiler umgeschaltet werden. Bedingt durch das Atari-Betriebssystem ist es möglich das das jeweilige andere Gerät erst nach einem erneuten booten zur Verfügung steht. Auf jedem Fall entfällt das lästige Umstecken der Geräte bzw. der Epromkarten oder der Scannerinterfaces und schont auch noch die Portbuchse des Falcons F030.

Irgend jemand im Mausnetz hatte da im letzten Jahr diverse Platinen anfertigen lassen. Sicher findet sich hier schnell eine Bezugsquelle. Ansonsten bei der c't Redaktion nachfragen oder bei der Fa. Issendorff in Hannover.
(Projekt: c't Romport-Expander)

eMedia GmbH
30601 Hannover
Postfach 610106

Fax: 0511-5352147
Tel: 0511-537295
E-Mail: Internet: emedia@ix.de

Die beiden Midi-Buchsen stellen das kleinste Problem dar. Diese Buchsen können einfach mit handelsüblichen Stereo DIN-Kabeln verlängert werden. Kabellängen von 10 Metern zwischen dem Rechner oder zwischen zwei Rechnern und einem anderen Midi-Gerät sind keine Seltenheit und bei der Bühnentechnik an der Tagesordung. Max. 7 Geräte finden so eine einfache Verbindung. Also sollte es kein Problem sein diese beiden Buchsen mit der entsprechenden Verlängerung ca. 10cm weiter nach aussen zu verlegen. Seit einigen Tagen kann man bei Dieter Cotta @ KR übrigens eine Hardware erhalten die es ermöglicht zusammen mit der MidiCOM 3.94 Software zwei Ataris per brachliegendem RomPort zu vernetzen. Die Übertragungsgeschwindikeit sollte hier typisch bei 70Kb/Sec liegen. Bei meinen beiden Falcons sind es laut HowFastII jedoch 160Kb/Sec.

Also einiges schneller als mit der üblichen Midi-Verbindung über die normale 5 polige Midibuchse. Nähere Informationen erfragt man am besten bei der genannten Adresse. Die Lösung eignet sich sehr gut dazu seinen FalconTower mit z.B einem älteren ST zu vernetzen.



- Beschleunigen

Bis hier haben wir bereits ein schönes Stück Arbeit hinter uns und können unseren Tower auch schon mal zumachen. Wer allerdings noch vorhat eine MightySonic oder einen Skunk einzubauen, der braucht das Werkzeug nicht weit wegzulegen. Hierzu sollte man sich die Anleitung des jeweiligen Beschleunigers genauestens durchlesen und alle Bauschritte genauestens Befolgen. Bei vielen älteren Falcons gibt es nach dem Einbau die ersten Probleme. Das ein oder andere Programm will nicht mehr korrekt laufen oder der Rechner hängt sich sporadisch auf. Im schlimmsten Fall will er überhaupt nicht mehr laufen oder die externe SCSI-Platte strotzt nur so vor Lese- und Schreibfehlern. Diese Probleme können alle im Zusammenhang mit dem doch recht engen Bustiming der Falcon Computer auftreten, hinzu kommt noch die Signalform des Taktsignals welches vom COMBEL Chip ausgehend das ganze System mit dem Takt versorgt. Selbst das reine einstecken eines ScreenEyes auf den internen Systembus kann in manchen Fällen bereits zu Problemen führen, auch dann wenn das Gerät nicht mal per Software aktiviert ist. Ein Einstecken einer Erweiterungskarte verlängert die Leitungen des F030 Systembus!

Nach Informationen verschiedener Hardwarehersteller belastet auch eine nicht aktive Karte allein durch das Verlängern der Busleitungen das gesammte System. Ramkarten mit ungünstiger Leiterbahnführung könnten genauso zum Problem werden. Aber hier sicher wesentlich seltener.

Einmal verlängert sich der Bus um eben das aufgesteckte Teil, zum anderen ändert sich die Kapazität auf den verschiedenen Leitungen. Das kann bei hohen Taktraten sehr leicht und schnell zu Problemen führen. Einer der Gründe warum z.B nicht in jedem ST die alte TURBO V25 - Beschleunigerkarte gelaufen ist! Gerade bei Atari treffen dann solche 'Kleinigkeiten' dann auch noch auf hohe Bauteiletoleranzen und das Chaos ist fast perfekt.

Bei solchen Problemen gibt es Abhilfe. Hierzu kann man sich das Taktsignal an den SMD-Widerständen R221, R222 und an R217 ansehen. Die drei Widerstände liegen einseitig alle zusammen und beziehen das Taktsignal gemeinsam über R217 vom COMBEL. Gut geeignet wäre hier ein Oszilloskop mit einer Speicherfunktion oder der Möglichkeit eines 'ScreenShots'. Man wäre so z.B in der Lage sich das Taktsignal eines funktionierenden F030 zu speichern und es später mit dem Taktsignal des nicht laufenden F030 zu vergleichen. Interessant ist hier die Waveform, nicht unbedingt die Höhe des Signalpegels ist der ausschlaggebende Punkt.

Ein Auszug aus der Schaltung betreffs der Verteilung des Taktsignals. Ohne Gewähr, bzw. abhängig von der Revisionsnummer des Mainboards. Das hier entspricht der Platinenrev. B und somit warscheinlich den meisten Falcons die sich seit letztem Jahr im Umlauf befinden.




Abbildung 17 - Taktverteilung





- Der Taktstock

Die SMD-Widerstände R216, R222 und R221 haben einen Wert von je 33 Ohm und dienen zur Strombegrenzung falls ein Teilbereich des Rechners diese Leitung stärker belasten sollte. In einem F030 sah ich schon den R221 von Werk aus mit einem dicken Lötklecks überbrückt. Warscheinlich spielen hier große Bauteiletoleranzen bei der DMA-Herstellung eine grössere Rolle. Manche Hardware CPU-Speeder greifen neben dem sog. Clockpatch genau an dieser Stelle in die Falconhardware ein um ihr schnelleres Taktsignal einzuspeisen. Der DMA-Baustein sollte nicht durch eine Takterhöhung beschleunigt werden. Das Soundsubsystem leidet darunter. Soll die FPU beschleunigt werden ist der DMA-Baustein weiterhin mit dem orig. Rechnertakt zu versorgen, die FPU hingegen mit dem schnellen Takt vom Speederboard. Dazu ist es nötig die FPU erst nach dem DMA-Baustein vom original Takt zu trennen. Das entsprechende Lötauge habe ich selber leider noch nicht ausfindig machen können. Einige Leute trennen deswegen PIN 11 der FPU von der Platine oder dem FPU-Sockel ab und löten hier einen dünnen WireWrap-Draht an! Meiner Meinung nach keine sehr gute Lösung, da hierbei direkt am FPU-Sockel manipuliert werden muß. Bei ungeschickter Handhabung kann der PLCC-Sockel leicht beschädigt werden. Sicher ist es per Ohmmeter die nächste Durchkontaktierung zu suchen und ggf. seine Leitung hier aufzutrennen. Im originalen Rechnergehäuse währe für diese Arbeit extra das Netzteil auszubauen.
Wobei man auf der Platine zum Leiterbahn unterbrechen nur leicht kratzen sollte, tiefe Kratzer können die tiefer liegenden Schichten rasch Beschädigen! Das Mainboard wird dadurch sehr schnell unbrauchbar.

Die Firma Atari selber hat einen Hardwarepatch herrausgegeben um eben das Taktsignal soweit zu Stabilisieren das selbst nach dem Einbau eines ScreenEyes oder eines CPU-Speeders keine Probleme mehr auftreten sollten. Hierzu habe ich ein ganz eigenes Textfile mit einer erklärenden Grafik in 16 Farben angefertigt. (.XIMG und 256 Farben.JPG-Format) Die Grafik habe ich erstellt da mir das der einzig vernünftige Weg erscheint um auch anderen Leuten den Einbau des Patches korrekt zu ermöglichen. Eine richtige farbige Grafik zeigt eben auch mehr als jeder Text. Es existieren so also auch noch 1.2 Mb lange TrueColor-Bilder mit genau diesem Ausschnitt der F030-Platine. Sollten genügend Anfragen vorliegen kann ich diese Dateien gerne auch zur Verfügung stellen bzw. man kann sich die von meinem Rechner Downloaden.

Der Hardwarepatch kann auch von jedem Atari-Händler eingebaut werden! Bei vielen neueren Geräten ist das ab Werk schon vorhanden.

Meiner Meinung nach ist der Patch mit dem 74F04 der Stabilste, zumal auch genau der von Atari selber angeraten wird und auch so bereits per Händlerrundschreiben veröffentlicht wurde. Und auch von verschiedenen Herstellern von Erweiterungen so übernommen wurde. Ob dieser Clockpatch nötig sein sollte kann man leicht am eigenen Rechner testen, man erhöht die Bildschirmauflösung, schaltet auf 256 Farben und benutzt das Soundsubsystem.
Einfaches Abspielen von irgendwelchen Soundfiles genügt. Sind Nebengeräusche zu hören, Kistert oder Knackt es? Gibt es Lese und/oder Schreibfehler auf der externen SCSI-Platte? Haben größere Bilddateien plötzlich Querstreifen nach dem Laden? Bleibt der Rechner plötzlich mitten im Programm undefiniert hängen?

Dann, und nur dann ist der Clockpatch wirklich notwendig. Man kann hier sicher nicht für jeden Falcon den passenden Tip geben. Ein wenig Experimentieren ist auf jeden Fall gefragt. Im Fehlerfall immer zuerst den Hersteller des jeweiligen Beschleunigers konsultieren, die meisten Hersteller haben noch Ihre eigenen Lösungen parat. Die in den meisten Fällen völlig ausreichen und auch zum Erfolg führen. Auch kann durch den Einsatz anderer TTL-ICs ein eventuell besseres Ergebniss erziehlt werden. Der Patch ist abhänging vom vorhandenen Falcon-Mainboard. Revisionsnummer auf jeden Fall beachten. Verschiedene Beschleuniger benutzen auch diesen Patch mit einer anderen Anordung der Gatter im 74F04. Meistens werden hier recht gute Ergebnisse erziehlt.



- Audio

Den Audioausgang des im Tower eingebautem CD-ROM kan man auf Wunsch sogar direkt mit der 3.5 mm Sound-IN-Klinkenbuchse des Falcon verbinden. Sogesehen ist man dann in der Lage eine eingelegte Audio-CD über die hoffentlich vorhandenen Aktivboxen am F030 abzuspielen. Weiterhin kann auch der Kopfhörer direkt am CD-ROM eingesteckt werden. Die entsprechende Verkabelung gibt es bereits im Textfile CDROMBAU.TXT, hierzu liegen auch einige Zeichnungen bereit. Recht sinnvoll währe es die Sound-IN-Buchse umschaltbar auszulegen, eventuell möchte man später ja einen Sound über ein externes Gerät einspielen, z.B vom TV-Gerät. Sollte ein fertiger Tower verwendet worden sein sind die beiden Soundbuchsen sehr warscheinlich schon nach aussen geführt oder es gibt eine Möglichkeit das zu machen. (Bestellen) Hier ist es wieder nicht so schön möglich das interne CD-ROM Audiomässig mit der IN-Buchse zu verbinden. Günstig ist es da immer wieder sich vorher genau zu Überlegen was man mit der Maschine machen möchte, nachträglich ist das zwar auch Einzubauen, bringt aber immer wieder einige Umstände mit sich. So z.B das wohl keiner ein Loch in ein Gehäuse bohren möchte wenn schon der Computer eingebaut ist. Kleine und kleinste Bohrspäne versauen hier auch die sorgfältigste Arbeit.
Mehr über das Soundsubsystem finden Sie in dieser Zusammenstellung.

In der gleichen Art u. Weise kann man auch mit vielen Zusatzgeräten, wie z.B einem Videotextdekoder oder einer DCF77-Uhr verfahren werden. Bei der DCF-Uhr sollte wenigstens die Antenne nach aussen verlängert werden. Ein Videotextdecoder kann mit seinem gesammten Gehäuse im Tower eingebaut werden und zwar so das von aussen nur noch die Video-In-Buchse zu sehen ist. Hierzu eignet sich eine Dekodersoftware die einen der Paddleports abfragt und per MausNet zu erhalten ist. Das kann gleichzeitig auch bei aktivem Screenblaster betrieben werden. So bleibt die serielle Schnittstelle für das externe Modem frei.



- Speed Display

Ganz zum Ende dieser hoffentlich guten und allgemeinen gehaltenen Umbauanleitung kann man vieleicht noch, falls nicht schon vorhanden, das Speed-Display des Towers anschliessen. Die meisten Displays werden vom Towernetzteil mit +5 Volt und GND versorgt. Ein passender Stecker baumelt sicher irgendwo hinter der Frontpartie herrum. Man stellt hier also nur die Verbindung zum Netzteil her. Ein weiterer Anschluß ist das 'Turbo-Signal' ist diese Leitung nicht angschlossen wird das Display einen kleineren Wert anzeigen als wenn diese Leitung auf +5 Volt gelegt wird. (Es soll auch welche geben die Umschalten wenn man diese Leitung mit GND verbindet. Wird nun diese Leitung mit dem Punkt des Beschleunigers verbunden der bei erhöhter Taktzahl des Rechners ein 'High'-Signal führt ist die Turbo-Anzeige somit schon realisiert. Die '100Mhz' können bei den meisten Speed-Displays per Jumper voreingestellt werden. Wird der Beschleuniger über ein 'Port-Bit' eingeschaltet kann man diese Leitung mit dem gleichen Anschlusspunkt verlöten. Bei Low-aktiven Displays muß das Umschaltsignal invertiert werden. Im Normalfall ist der Beschleuniger nicht aktiv, das Display zeigt '16Mhz' im zweiten Fall ist der Beschleuniger aktiv und das Display zeigt '32 Mhz' oder mehr an. Genau so kann das auch verschaltet werden wenn der Speeder nur per Handschalter Ein bzw. Ausgeschaltet wird.




Abbildung 18 - Anschlußleiste des Displays



Sicherlich wird an der Frontplatte neben dem Einschalter auch noch die Turbotaste und der Resesttaster auffallen. Der Resettaster kann einfach mit zwei Leitungen paraell zu dem auf der Falconplatine vorhandenem Resettaster angelötet werden. Das gibt keine Probleme. Man sollte hier nur keine Klemmen oder so etwas verwenden, anlöten ist wesentlich sicherer. Der nun noch übrige 'Turbotaster', also entweder lässt man ihn wie er ist, als Attrappe, oder man schaltet sich damit den Cache oder den ganzen Beschleuniger per 'Hand'. Wie das genau Funktioniert kann man aus den Anleitungen der meisten Beschleuniger entnehmen. Meistens wird hier auch eine Umschaltung per Schalter oder .CPX-Modul angeboten, genau hier kann man dann auch den Turboschalter einsetzten.

Der Tower interne Lautsprechner wird am Falcon anstelle dem im Falcon vorher vorhandenen Lautsprechner angeschlossen, die Polarität spielt hier normalerweise keine Rolle, man kann hier nichts vertauschen. Selbstverständlich kann auch der alte Falcon-Lautsprecher verwendet werden. Es ist möglich das der Stecker des 'Tower'-Lautsprechers nicht auf die Stiftleiste der Falconplatine passt. Hier müsste ein passendendes Steckerchen organisiert werden. Der Platinenstecker auf dem Falconmainboard trägt die Bezeichnung J12 und ist zwischen interner IDE-Platte und dem Diskettenlaufwerk zu finden.

Das gefrickel mit den 'Kleinigkeiten' am Ende kann im Einzellfall genau so lange dauern wie der eigentliche Umbau des Rechners in das neue Gehäuse. Schnell findet sich noch die ein oder andere Kleinigkeit die ja 'unbedingt' noch Realisiert werden muß.

Ist der Rechner der hier in den Tower verfrachtet werden soll kein Falcon, gibt es hier die Möglichkeit ein kleines Verstärkermodul dazwischen zu Schalten um so ebenfalls einen gewissen 'Hörerfolg' zu haben. Dazu gibt es fertige Module (vergossen) die nur mit einem Poti für die Lautstärkereglung und den Ein- bzw. Ausgängen beschaltet werden müssen.

So kann man z.B bei einem vorhandenen Schlüsselschalter die Tastatur verriegeln, der Falcon-Tower ist somit vor unbefugter Benutzung schon relativ gut geschützt. Man fügt den Schalter dann einfach in die TxD-Leitung der Tastatur ein. Bei geöffnetem Schlüsselschalter kann so nichts mehr zum Rechner gesendet werden. Ist der Schlüsselschalter geschlossen geht das nach wie vor. Es sollte dabei nicht die Masseleitung oder die +5Volt Versorgungsleitung der Tastatur unterbrochen werden, der Rechner fängt sonst an zu spinnen. Er wird sich so verhalten als wenn keine Tastatur angesteckt ist. (Siehe weiter oben im Text)



- Alles Cool man

Sind alle Umbaumaßnahmen erfolgreich abgeschlossen kann man den Rechner beruhigt in Betrieb nehmen. Der im PC-Netzteil vorhandene Ventilator zieht die Luft aus dem Tower durch das Netzteil und bläst nach aussen ab. In den meisten Fällen genügt das als Belüftung auf jeden Fall. Den originalen Falconlüfter kann man ausbauen und zur Seite legen. Auch bei dem Lüfter des PC-Netzteils kann man eine Lüftersteuerung einsetzen, was die Geräuschkulisse stark abdämpft. Hierzu muß allerdings gekapselte PC-Netzteil ausgebaut und geöffnet werden. Diese Arbeit sollte einem Elektrofachman vorbehalten bleiben da man hier direkt mit der 230V Netzspannung in Berührung kommen kann. Selbstredend ist bei allen Arbeiten am Gerät der Netzstecker zu ziehen.

Der 'entfallene' original Falcon-Lüfter kann so z.B auch zusätzlich als direkter, zusätzlicher "CPU-Kühler" eingesetzt werden. Z.b wärmt auch der Videochip nicht schlecht wenn man mit erhöhten Bildschirmauflösungen arbeitet. (Der Lüfter passt nicht direkt über die F030 CPU !, dafür aber im Deckel links über dem Netzteil)



! Einige Kühlkörper im inneren des PC-Netzteiles führen 230V-Netzspannung !
! Die Kondensatoren benötigen einige Zeit zum Entladen !



Die Lüftersteuerung wird hier dann im PC-Netzteil eingebaut. Es erlischt hierbei die Garantie des PC-Netzteils. Die meisten Geräte haben ein Siegel über zwei Gehäuseteile geklebt. Lüftersteuerungen gibt es in verschiedenen Ausführungen fertig im einschlägigen Fachhandel, manche braucht man nur zwischen Ventilator und dessen Anschluß auf der Netzteilplatine zu stecken. Das hat den uneingeschränkten Vorteil das bei einem eventuellen defekt des Reglers der Lüfter sofort wieder an seinem original Anschluß betrieben werden kann. Zum 'Lüfter' gibt es ein eigenes Textfile mit dem Schaltplan einer Lüftersteuerung. Ein Eigenbau sollte so auf jeden Fall sicher möglich sein.

Nicht unerwähnt soll die Tatsache bleiben das manche Händler sich weigern einen derart veränderten Atari bei einem defekt der Hardware zu Reparieren, Ausnahmen werden wohl die sein die selber einen Tower in ihrem Angebot haben.

Viel Erfolg beim Umbau.




Copyright © Robert Schaffner (support@doitarchive.de)
Letzte Aktualisierung am 23. Dezember 2003
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